Maltherapie und Gestaltungstherapie

Was ist Mal- und Gestaltungstherapie?

"Das Unbewusste ist gewissermaßen der Mutterboden, aus dem Bewusstsein wächst."

C. G. Jung
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Es gilt demnach den Weg zum Unbewussten zu finden, aber wie? Eigene Erfahrungen überzeugten mich, dass  mit den Methoden der Mal- und Gestaltungstherapie (im klinischen Bereich als Kunsttherapie bekannt) gute Erfolge zu erzielen sind, da durch das „kreative Tun“ unser  „Kopf und Verstand“ ausgetrickst werden.

Die Mal- und Gestaltungstherapie (kurz MGT genannt) ist ein psychodynamisches Therapieverfahren, nach C. G. Jung, in welchem Sie, Ihr gestaltetes Werk (Bild, Tonobjekt, Collage, ...) und ich als ihre Therapeutin,  in Interaktion treten.

Über bildnerische und kreative Methoden ist es möglich, neben dem Gespräch, noch eine neue Ebene hinzu zuziehen, um Zugang zu seinen inneren Bildern zu bekommen.

Wenn Worte fehlen, um fehlende oder auch vorhandene Gefühle, das vorliegende Problem, die Krise oder das Leid ausdrücken zu können, haben wir in der MGT  auch noch das kreative Ausdrucksmittel  zur Verfügung!

Die Maltherapie  ist geeignet für psychisch gesunde Menschen in für sie schwierigen Lebenssituationen, als Selbsterfahrung oder als lebensbegleitende Maßnahme bei Lebensumbrüchen und -veränderungen.

WICHTIG! Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig!

Einzig die Freude am TUN und dem Entdecken der eigenen Kreativität ist förderlich!

Manchmal fehlen uns auch die Worte, um das auszudrücken, was uns gerade am Herzen liegt!

Kennen Sie den Spruch

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“?

Zigtausend Jahre alte Höhlenzeichnungen beweisen, dass der Mensch seine Erlebnisse schon vor Urzeiten in Bildern ausgedrückt hat, und zwar so, wie sie seiner Wahrnehmung entsprochen haben.  D. h. er hat nicht nur realitätsnahe Bilder geschaffen, sondern auch seine unbewussten Anteile – Sehnsüchte, Ängste, Wünsche, Ideale  ... – in seinen Bildern umgesetzt!

„Das Anschauen und Verfertigen der inneren Bilder bedeutet das Lebendigmachen der Seele!“

Johann Wolfgang von Goethe
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Im bildnerischen Ausdruck können wir Emotionen, Erfahrungen, Sehnsüchte und Visionen erkennen und aufzeigen. Aber auch Belastungen, Konflikt- und  Krisensituationen hinterlassen im kreativen Ausdruck von  Bildern und Objektgestaltungen einen tieferen Eindruck als dies durch Worte möglich wäre.

Der renommierte Neurowissenschafter, Prof. Dr. Gerald Hüther schreibt in seinem Buch, „Die Macht der inneren Bilder“ -  „Innere Bilder sind im Gehirn abgespeicherte Muster, die wir benutzen [...] um Handlungen zu planen, Herausforderungen anzunehmen und auf Bedrohungen zu reagieren“.

  • Die Mal- und Gestaltungstherapie lässt diese inneren Bilder sichtbar werden, denn der Klient bringt sie zu Papier, formt sie aus Ton, biegt sie aus Draht ...
  • D.h. all das was wir in uns abgespeichert haben – Lösungsstrategien, Ressourcen, Ideale, Muster, Prägungen, Glaubenssätze, ... – können wir anhand dieser inneren Bilder durch unsere Kreativität sicht- und erlebbar machen!
  • Wir nützen diese Bilderwelten um unsere Selbstheilungs- und Selbsterneuerungskräfte anzuregen und bewusst zu erfahren.
  • Das Gespräch wird als zusätzliche Vertiefung, Anreicherung und Weiterentwicklung zum gestalteten Objekt gesehen!
Was bewirkt Mal- und Gestaltungstherapie?
  • hilft die eigenen Bedürfnisse zu entdecken
  • hilft Emotionen (besser) wahrzunehmen und auszudrücken
  • löst Blockaden
  • hilft alte und hinderliche Denkmuster zu verändern
  • stärkt das Selbstvertrauen und die Lebensfreude
  • verbessert die Kommunikationsfähigkeit
  • hilft sich mit Beziehungen oder Konflikten auseinanderzusetzen
  • fördert Ihren Heilungsprozess nach Krisen
  • hilft Ressourcen (neu) zu entdecken
  • hilft Zukunftsperspektiven zu finden
  • hilft zur Ruhe zu kommen und vom Alltag abzuschalten
Wann ist Mal- und Gestaltungstherapie hilfreich?
  • bei der Bewältigung von Lebenskrisen wie Trennung, Krankheit, Verlust
  • bei der Verarbeitung von Trauer
  • zur Aufarbeitung von belastenden Erlebnissen
  • bei Ängsten
  • bei Burnout und Stress
  • als psychische Stärkung bei chronischen Krankheiten
  • bei Veränderung Ihrer Lebenssituation (Scheidung, Jobwechsel, Pensionierung, ...)
  • zur Stärkung des Selbstwertgefühls
  • zur Entdeckung von Ressourcen
Die Möglichkeiten der MGT:
  • Einzel-, Paar-, Gruppentherapie
  • Ressourcenorientierung, d.h. Stärkung des Selbstvertrauens durch Erkennen
    der eigenen Kraft, Stärke, Lebendigkeit, etc.
  • Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeit durch nonverbalen Austausch
  • Direkter Ausdruck von Träumen, Fantasien und Erfahrungen in Bildern
  • Einsatz in klinischen, pädagogischen und sozialen Praxisfeldern,
    wobei MGT besonders in der psychiatrischen, psychosomatischen und psychosozialen
    Therapiepraxis Bedeutung gewonnen hat